Alpentour 2015

23.08.2013: Wir starten wieder- Spendentour nach Pisa

In 9 Etappen über 1350 Km und ca. 13000 Höhenmeter

Am 23.08.2013 starten wir wieder von der Gaststätte Vahlenkamp (Versmold) aus. Wir, das sind Udo Lange, Ralf Beckwermert und Hubert Kaiser und als Fahrerin unseres Begleitfahrzeugs Maren Potthoff, also das bewährte Tour-Gibraltar-Team, verstärkt durch Vereinskollege und Sponsor Hubert Kaiser und seine Freundin Maren. Das Foto zeigt eine Abordnung der Inclusonics, das sind (v.l.) Patricia, Matthias und Uta, und die drei Radsportfreunde im Outfit der Band Inclusonics - Seit dem letzten Jahr sind Udo und Ralf und ab sofort auch Hubert Ehrenmitglieder der Band.

Mo

02

Sep

2013

02.09.2013 Danke, das war´s

Was bleibt, ist unser überaus positiver Eindruck von der Gastfreundschaft, die uns mit dem Projekt entgegengebracht wurde. Unglaublich der Einsatz und das spontane Organisationsvermögen der Münchhausener (initiiert von Frau Junk), die uns einen tollen Empfang bereiteten. Das einzigartige Spenden-Buffet von Familie Wenzel spülte zudem einen respektablen Betrag in unsere Spendenkasse. So können die Inclusonisc zusammen mit der Gruppe Subframe um Andreas Wiens ihr Musikprojekt fortsetzen. Wir sind gespannt auf die neue CD, 5 neue selbst kreierte Songs werden zur Zeit einstudiert.

 

Die Münchhausener würden die Inclusonics dann gern auch einmal live hören, vielleicht mit einer weiteren Gruppe zusammen. Dieser Vorschlag kam von Frau Wenzel, den wir gerne an die Inclusonics und die Verantwortlichen vom wertkreis Gütersloh weiterleiten.

Wir danken zudem Familie Philippi und Herbert Mader, die uns mit ihrer Gastfreundschaft und Begleitung sehr unterstützt haben.

 

Liebe Inclusonics, Danke für eure Video-Botschaft und die aufmunternden Kommentare. Das war für uns jedesmal ein neuer Anreiz die einzelnen Etappen in Angriff zu nehmen - auch wenn wir eine Etappe aufgrund eines Unwetters etwas verkürzt haben (ich denke, das war eine kluge Entscheidung). Ansonsten war natürlich auch Abenteuerlust und sportlicher Ehrgeiz eine Antriebsfeder und -

der Spaß kam nie zu kurz..

 

 

 

 

 

 

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Sa

31

Aug

2013

31.08.2013 Etappe 9: Zielankunft in Pisa

Wetter: Sonnig 26-29°C , kaum Wind, Strecke 203 km, Höhenmeter: 3020

Mit einer Streckenlänge von über 200 km und gut 3000 Höhenmeter entpuppte sich die Schlussetappe durch die Toskana von Modena nach Pisa als die eigentliche Königsetappe. Normalerweise verbindet man mit der Toskana eine weiche Hügellandschaft. Einige Höhenzüge der Apennien weisen aber auch Höhen von weit  über 1000m auf. Diese Höhenzüge haben wir uns für unsere letzte Etappe ausgesucht, um noch einmal reichlich Höhenmeter zu machen. Z.B. eine Steigung, die sich in nicht enden wollenden Serpentinen  auf 1450 Meter Höhe schraubte. Die dazugehörige Abfahrt wurde uns leider verwehrt: Die Polizei hatte die Straße wegen einer Motorsportveranstaltung, so eine Art Bergrennen, gesperrt. Dafür wurde uns eine Umleitung offeriert, die uns über einen weiteren Höhenzug führte, deren landschaftliche Reize wir nicht so richtig würdigen wollten. Denn zu den geplanten 175 km kamen noch weitere hinzu. Umso  erfreuter waren wir, als wir 7 km vor dem Ziel von einem leicht höhergelegenen Plateau die Stadt Pisa und den berühmten schiefen Turm erblickten.

Wir hatten es geschafft, waren unversehrt angekommen und hatten unglaublicherweise keine Reifenpanne. Und das nach 1370 zurückgelegten km, 59 Stunden im Sattel und knapp 13000 Höhenmetern.

Blick auf den Turm von Pisa (mit viel Phantasie am Horizont zu sehen)
Blick auf den Turm von Pisa (mit viel Phantasie am Horizont zu sehen)
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Fr

30

Aug

2013

30.08.2013 Etappe 8: Pisa-Express trotz Gegenwind nicht aufzuhalten

Boh was lecker!!!
Boh was lecker!!!

Heute morgen haben wir bei milden Temperaturen beim Frühstück direkt am Gardasee die Grundlagen für eine schnelle Etappe gelegt.

Dann starteten wir gegen halb zehn Richtung Po-Ebene. Nach kurzem Einrollen wurde das Tempo schon recht hoch. Die ersten 2 Stunden kamen wir zügig voran, eine Rennrad Gruppe zu der wir auffuhren, wurde an der 1. Steigung  abgehängt. Danach in einem kleinen Örtchen, eine Schrecksekunde; ein Beinaheunfall trieb Udo und mir (Hubert) das Adrenalin in die Adern. Ralf war schon durch!! Und weiter rollte es zum Treffpunkt mit Maren, um uns zu verpflegen. Nach einem kurzen Telefonat hatten wir unsere "Maren" gefunden und ein nettes Plätzchen im Schatten unter Bäumen dazu. Mit Köstlichkeiten der Region stärkten wir uns, um danach die letzten 60 km zu absolvieren.

Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle nochmal an Maren, die uns hervorragend verpflegt und begleitet. Ohne diese Unterstützung, hätten wir es nicht so gut und schnell geschafft!

Die Sonne brannte mittlerweile recht heftig und wir mussten reichlich trinken. Aber es wurde weiter zügig durch die Po-Ebene gerollt, der belgische Kreisel funktionierte!!

Kurz vor Modena gönnten wir uns nochmal einen leckeren Cappuchino und ein Teilchen dazu!!

Nach gut 5h Fahrzeit und einem 30er Schnitt rollten wir in die Ferraristadt Modena.

Dann stand Körper-,Wäsche- und  Radpflege auf dem Programm. 

Bis zum Abendbrot war noch Zeit und wir schlenderten in die Stadt, um ein leckeres Gelato zu genießen.

Anschließend ging es weiter und wir hatten Glück, dass wir am Ferrarimuseum eine Privatführung bekamen. Sowas muss man erst mal finden! (Spruch der Tour)

Morgen geht die Tour schon zu Ende, aber wie es aussieht wird es nochmal eine schwere Etappe, aber was sagt Udo: Am letzten Tag schaffst Du alles.

 

 

 

für die letzte Etappe nehm´ich den hier
für die letzte Etappe nehm´ich den hier
Hubert arbeitet mit allen Tricks!?
Hubert arbeitet mit allen Tricks!?
Hubert arbeitet mit allen Tricks!
Hubert arbeitet mit allen Tricks!
Überquerung des Po
Überquerung des Po
das war gestern im Gardasee
das war gestern im Gardasee
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Do

29

Aug

2013

29.08.2013 Etappe 7: endlich ohne Regenbekleidung

Wetter: sonnig 20-29°C, Wind von vorn, Strecke: 168 km, Höhenmeter: 500

 

Wider Erwarten mutierte unsere heutige Alpenetappe bis zum Quartier am Gardasee zu einer reinen Flachetappe. Aus den ursprünglich geplanten 3400 Höhenmeter wurden lediglich 500. Wie konnte das sein? Dass die Vorplanungen diesbezüglich ziemlich ungenau waren, können wir ncht leugnen, aber dass wir um fast 3000m daneben liegen würden.... dafür gibt es eine einfache Erklärung: Unsere Hauswirtin aus dem letzten Quartier in Lana schlug uns eine Alternativroute vor, als wir ihr unsere weitere Streckenplanung vorgelegt hatten. Warum fahrt ihr nicht an der Etsch entlang? Es führt ein schöner Radweg immer am Fluss entlang, der euch fast bis an den Gardasee leitet. Dadurch könnt ihr das Gebirge meiden. (leider kann ich den tirolerischen Dialekt nicht wörtlichlich zitieren). Er gab keinerlei Diskussionen bezüglich dieser neuen Route, da zeigten wir uns sehr flexibel. Die 30 Mehr-Kilometer nahmen wir gern in Kauf.

Wir wurden nicht enttäuscht, der Radweg an der Etsch konnte wirklich jedes Radlerherz erfreuen. Links und rechts den Blick auf die Gebirgszüge, Burgen an den Hängen und immer an dem idyllischem Fluss entlang. So erreichten wir locker Trento. Kurz hinter Trento wurde die Idylle jäh unterbrochen, als wir plötzlich durch einen Pfiff von hinten und ein "attenzione" aufgeschreckt wurden. Eine Gruppe von 5 italienischen Radsportlern schickte sich an, uns zu überholen. Sie hatten mindestens 10 km/h mehr drauf als wir. Das konnten wir natürlich nicht so mit uns  geschehen lassen und ich gab Hubert und Udo das Zeichen " Hinterher!". So entwickelte sich eine rasante Verfolgungsjagd, bei der wir natürlich auch einen Teil der Führungsarbeit übernahmen. So plötzlich, wie die Gruppe auftauchte, stoppten die Fahrer nach 6 km

und kehrten auf dem Radweg, um den Radweg wieder in umgekehrter Richtung zu befahren. Ein Glück, das Tempo hätten wir nicht lange durchgehalten, wir hatten schließlich noch 70 km vor uns - und das mit reichlich Gegenwind. Aber das war kein Problem, schließlich war das Wetter traumhaft. bei 20°C starteten wir in Lana diesmal ohne die bisher obligatorische Regenkleidung. Das Barometer stieg im Laufe des Tages auf fast 30° C, so dass Udo bei der Ankunft in Brenzone als erste Aktion gleich ein Bad im Gardasee unternahm.

 

 

Wasser unter uns haben wir lieber als Wasser von oben
Wasser unter uns haben wir lieber als Wasser von oben
Es muss nicht immer ein Rennrad sein
Es muss nicht immer ein Rennrad sein
Wir grüßen die Inclusonics vom Gardasee
Wir grüßen die Inclusonics vom Gardasee
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Mi

28

Aug

2013

28.08.2013 Etappe 6: über den Jaufenpass

die Luft wird dünner
die Luft wird dünner

Wetter: zunächst Regen, nachmittags Sonne 13-25°C, Strecke: 138 km, 2400 Höhenmeter.

Herbert und seine Radsportgruppe wollten uns eigentlich bei der heutigen Etappe begleiten; angesichts des trüben und regnerischen Wetters wurde diese Aktion verständlicherweise abgesagt. Dafür eskortierte uns Herbert mit seinem PKW bis zum alten Brennerpass und sorgte dafür, dass wir nicht auf Abwege gerieten. Die "alte Römerstraße" auch als Salzstraße benannt führt von Hall bis Matrei. Es ist zwar keine ausgewiesene Radstrecke, aber eine sehr ruhige, wenig befahrene Strasse, die uns einen fantastischen Ausblick auf das Alpenpanorama bot.

Am Brenner rasteten wir kurz, auch, um uns von Herbert zu verabschieden, bei dem wir uns für seine Gastfreundschaft nochmals recht herzlich bedanken. 
Jetzt mussten wir uns konzentrieren, der Jaufenpass war nicht fern, kurz hinter Sterzing erreichten wir den Fuss der gefürchteten Passstrasse. Maren wartete mit dem Begleitfahrzeug vor dem Anstieg, damit wir unsere Regenkleidung ablegen konnten und nochmals die Wasserflaschen auffüllen konnten. Ein ganz, ganz großes Lob sei an dieser Stelle  an Meren gerichtet, die uns in perfekter Weise immer zur Seite stand, wenn es an Proviant mangelte oder die Bekleidung gewechselt werden musste - was bei den widrigen Wetterverhältnissen natürlich häufiger sein musste. Daneben schoss sie viele Fotos, einige haben wir ja schon veröffentlicht. So hatte sie sich auch am Jaufenpass plaziert, um die eine Momentaufnahme der vollkonzentrierten Pedaleure einzufangen. Das war nach knapp der Hälfte des Anstiegs, also ungefähr nach 8 bis 9 km. Insgesamt weist der Jaufenpass eine Länge von 39km auf, davon ca. 18 km Anstieg, und das bis auf eine Höhe von 2094m. Die Steigung beim Anstieg liegt im Schnitt bei 7 %, und schwankt nur wenig von 5,5 % - 9,5%.

Wie schon erwähnt, waren alle Fahrer sehr konzentriert, besonders ich. Denn ich hielt die Stelle, an der Maren uns zum Foto erwartete, für das Ende des Anstiegs. Also stieg ich vom Rad, zog mir eine Windstopperjacke über und wunderte mich -

als Udo mich im Vorbeifahren plötzlich anbrüllte "Kannst Du nicht lesen? Hier steht Höhe 1450 m, Du bist noch lange nicht oben!", und "rauschte" vorbei. OK, dann die Jacke wieder aus, Trinkflasche ans Rad und weiter. Irgendwie fielen mir die letzten 550 m nicht mehr so leicht, ich brauchte einige Zeit, bis ich wieder in Tritt kam.
Erleichtert und wohlbehalten erreichten wir alle sowohl die Passspitze als auch nach furioser Abfahrt das Passende.   Das Wetter zeigte sich nun auch von seiner beliebteren, sonnigen Seite. Die weiteren Kilometer führten uns nach Meran und weiter bis nach Lana (liegt bei Bozen), wo wir unser Quartier bezogen.


 

Nach der Passbezwingung helfen Huberts Müsli-riegel
Nach der Passbezwingung helfen Huberts Müsli-riegel
geschafft
geschafft
"Bergziege" Hubert - König der Berge
"Bergziege" Hubert - König der Berge
Bitte recht freundlich
Bitte recht freundlich
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Di

27

Aug

2013

27.08.2013 Etappe 5: Erste Alpenetappe mit Profibegleitung

wir bremsen auch für Gänse
wir bremsen auch für Gänse

Wetter: zunächst bewölkt, dann Regen 13-16°C, Strecke 150 km, 1350 Höhenmeter

 

Jürgen hatte uns gestern versprochen, dass er uns heute ein Stück begleiten wird. Nicht , dass wir deshalb schlecht geschlafen hätten, dennoch waren wir etwas beunruhigt. Nach den ersten Kilometern und den ersten Steigungen war uns klar: unsere Bedenken waren nicht unbegründet. So hieß es einige Male: " Kürzer vorne, es fehlt einer! dann zwei , dann drei...". Dann passte Jürgen sich unserem Tempo an und wurde etwas langsamer. Bis kurz vor Oberammergau begleitete er uns bevor er sich mit besten Wünschen für die weitere Tour von uns verabschiedete. Unser Etappenziel lag heute in der Nähe von Insbruck, wir fuhren über Garmisch-Partenkirchen, passierten Miitenwald und steuerten das Zentrum von Insbruck an. Dort wollten wir uns am berühmten goldenen Dach mit Herbert Mader treffen. Herbert hatte uns im letzten Jahr auf unserer Gibraltar-Tour ein Quartier gewährt und uns auch mit weiteren Radsportler ein Stück des Weges begleitet.

Am Nachmittag hatten wir die Strecke einigermaßen gut bewältigt, die Steigungen hielten sich in Grenzen, wir hatten es uns dramatischer vorgestellt. Udo hatte vorher 2800 Höhenmeter angekündigt, letztlich waren es knapp die Hälfte - das störte uns nicht weiter.  Leider verdarb uns das Regenwetter ein wenig den Rad-Genuss.

In Innsbruck wurden wir vereinbarungsgemäß von Herbert am berühmten Goldenen Dach empfangen.  Nach einer kurzen Besichtigung lud er uns zu sich nach Hause zum Essen ein. Dort hatte Barbara ein zünftiges Mahl zubereitet: es gab Gulasch mit selbstgemachten Semmelknödel und Salate. Einfach köstlich.

Morgen will uns Herbert zusammen mit einigen Radsportkollegen aus Innsbruck bis zum Etappenziel in Lana (bei Bozen) begleiten  - vorausgesetzt das Wetter passt. Zu unserem Bedauern ist aber die Vorhersage für Morgen ziemlich schlecht....

 

ohne Worte
ohne Worte
Alpenüberquerung mit dem Rad
Alpenüberquerung mit dem Rad
mit Herbert vor dem Goldenen Dach ins Innsbruck
mit Herbert vor dem Goldenen Dach ins Innsbruck
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Mo

26

Aug

2013

26.08.2013 Etappe 4: "Diese Straße muss man erst einmal finden"

Schotterweg
Schotterweg

Wetter: bewölkt, aber trocken, Strecke: 178 km, Höhenmeter: 1080 Steigung Max: 20%

 

Nach dem gestrigen Regentag versprach der Himmel heute morgen weitere Schauer und Regengüsse. Deshalb streiften wir nach dem Frühstück die Regenkleidung über. Gegen 9:00 Uhr starteten wir von unseren urigem Quartier, einem Jugendgästehaus bei Aalen. Es ging zunächst in Richtung Aalen Zentrum, wir peilten die Stadt Heidenheim an,  kamen aber nicht aus Aalen heraus. Unser Navi konnte sich nicht von Aalen lösen. Erst nach einer knappen Stunde konnten Hubert und ich uns gegen Udos Navi durchsetzen, die richtige Straße einzuschlagen. Danach rollte es endlich - unsere Laune war gut - es hatte immer noch nicht angefangen zu regnen. So erreichten wir Heidenheim, durchquerten Günzburg und Krumbach. In dem kleinen Dorf Winzer trafen wir uns mit Maren, die einen tollen Rastplatz gefunden hatte und eine Brotzeit vorbereitet hatte.  Am Dorfbrunnen füllten wir unsere Trinkflaschen mit frichem Trinkwasser. Jetzt hieß es, die letzten 60 km in Richtung Schwabbruck durch die schöne Landschaft im Ost-Allgäu zu absolvieren. "Ralf, jetzt rechts, die kleine Straße rein!", rief Udo. Hubert und ich gehorchten auf's Wort, rechts rein in die wunderschöne romantisch sich schlengelnde Strasse rein. "So eine Straße muss man erst einmal finden, Hauptstrasse kann jeder!", jubelte Udo, und streichelte sein Navi. Keine 2 km weiter warnte uns ein Straßenschild mit dem ungewöhnlichen Hinweis "Ende der Teerdecke". Hubert und ich schauten uns zunächst verblüfft und dann Udo mit stafendem Blick an. Udo schaute verlegen nach unten - auf die Schotterstrasse.

Auch diesen Streckenabschnitt passierten wir unbeschadet.

Unser heutiges Quartier liegt in Schwabbruck , dort wurden wir von Ingrid und Jürgen Philippi herzlich empfangen. Ingrid ist die Cousine von Udo und hatte sich zusammen mit ihrem Mann Jürgen im Vorfeld unserer Reise bereit erklärt unsere Tour zu unterstützen. Ingrid tischte uns ein exquisites Abendessen  auf, das keine Wünsche offen ließ. Ein Nachtisch mit Eis und Früchten rundete das Menü ab. Vielen Dank dafür. Jürgen ist - wie wir - ein Radsportfan, sogar ein äußerst aktiver. Gerade gestern hat er an dem Ötztaler Radmarathon  teilgenommen. Zusammen in der Gruppe mit Jan Ullrich fuhr er eines der schwersten Radklassiker über 238 km und 5500 Höhenmeter. Bei den Schilderungen des mehrfachen Altersklassensiegers dieses Rennens erblassten wir drei ein wenig ob dieser enormen Leistungen. Chapeau. Morgen wird uns Jürgen bei unserer ersten Alpenetappe begleiten... Klasse!

 

Abfahrt aus Aalen
Abfahrt aus Aalen
Herr, Danke für das ausgezeichnete Menü
Herr, Danke für das ausgezeichnete Menü
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So

25

Aug

2013

25.08.2013 Etappe 3: Badetag

Wetter: zunächst leichter Regen dann Starkregen, dann Gewitter, 12-15 °C, leichter Wind,

Der Start am heutigen Sonntag ließ keine Missverständnisse aufkommen - was die Kleidung betraf. So hieß es: Regenjacken an. Bei zunächst leichtem Nieselregen hatten wir die Hoffnung, dass es im weiteren Tagesverlauf trockener würde. Zwar verschwand der Nieselregen nach ca. 1 Stunde, doch wurde es nicht besser, sondern der Nieselregen wurde nur abgelöst durch heftigen Starkregen. Auch die Temperatur sank auf unangenehme 12 °C, so dass Udo schon über kalte und steife Finger klagte. Auch ließ die Sicht durch unsere Radbrillen gerade auf den Abfahrten gefährlich nach. Nach gut 2,5 Stunden Fahrzeit beschlossen wir, ein Café aufzusuchen, um uns ein wenig zu erholen. So betraten drei triefnasse Radfahrer in Bad Mergentheim ein vornehmes Café und wurden von argwöhnischen Blicken der zwei Kellnerinnen empfangen. Es half nichts, wir ließen uns nicht mehr zum Umkehren bewegen, sondern nahmen auf den schönen gepolsterten Sesseln Platz. Nach einer Runde Kaffee und einer Runde heißer Schokolade wurde es Zeit wieder aufzubrechen – gut 80 km lagen noch vor uns. Wir verließen das Café, was von den Kellnerinnen ohne Bedauern registriert wurde und, traten wenige Minuten später wieder ein. Wieder tropfnass begaben wir uns zu unserem alten Platz - unsere Beliebtheit bei den Kellnerinnen war inzwischen auf dem Nullpunkt angelangt. Aber es war nicht daran zu denken weiterzufahren: inzwischen hatte sich ein handfestes Gewitter zu dem Starkregen hinzugesellt. Da war unsere Entscheidung gefallen: es ging nicht weiter! „Wir setzen unsere Gesundheit nicht auf´s Spiel“, sagte Udo. „Wir benachrichtigen Maren, wozu haben wir mein schönes Begleitfahrzeug. “. Eine gute Entscheidung! Das Unwetter ließ kaum nach, auch gegen 19:00 regnete es immer noch.

 

Rätsel: Worum handelt es sich?

A) Udo benutzte Serviette aus dem Café

B) Ar…-Abdruck von Hubert auf dem Caféhaus-Sesselpolster,

C) nasses Unterhemd von Ralf

D) Aquarell im Café

 

Ein Trost: das Rad wird sauber..
Ein Trost: das Rad wird sauber..
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Sa

24

Aug

2013

24.08.2013 Etappe 2: Ein Vorgeschmack auf die Alpenetappen

Wetter: Trocken , Wind oft von vorn, 22-26 ° C, Streckenlänge 181km, Höhenmeter: 1900 m, Anstiege bis 13%

Als wir uns am Morgen zur Abfahrt bereit machten, waren wir unisono der Meinung, dass es uns in Münchhausen überaus gut gefallen hat. Also beschlossen wir, nicht weiterzufahren, sondern die verbleibenden 8 Tage hier zu verbleiben und weitere Aktionen mit den netten Bürgern von Münchhausen zu planen.

Ist natürlich Quatsch, ich gebe aber zu, diesen Gedanken - halb im Scherz - vorgeschlagen zu haben. Selbstverständlich ging es weiter. Zunächst nach Marburg, die interessante Universitätsstadt, dann weiter über Grünberg in Richtung Vogelsberg. So schön der „Naturpark Hoher Vogelsberg“ sich landschaftlich präsentiert, zeigte er sich uns Radfahrern von seiner gemeinen Seite: Steigungen und nochmals Steigungen, bis zu 800 Meter hoch. Eine gute Trainingseinheit für die bevorstehenden Alpenetappen. Der Kurort Bad Orb diente uns als besonderer Rastort. Udo hatte nämlich erneut eine Wette verloren: jeden Morgen schauen wir uns das Streckenprofil an, und wundern uns über die von Udo und seinem Navi errechneten Höhenmeter auf der jeweils bevorstehende Etappe. Hubert und ich setzen dagegen und schätzen ebenfalls die bevorstehenden Höhenmeter. Zur ersten Etappe waren 1000m angesagt, daraus wurden dann aber 1400m. Der Preis für die fehlerhaft geplanten Höhenmeter (auf die man sich ja mental vor jeder Fahrt einstellen muss) war ein italienisches Eis für jeden. So saßen wir gegen 16:00 in einer Eisdiele in Bad Orb und schlemmten genüsslich ein Eis - von Udo gesponsert (natürlich musste es Spagetti-Eis sein). Nun hatten wir noch 55km vor uns (Richtung Main) und es ging gleich mit einem 4 km langen Anstieg los. So sind wir auch heute auf 400 Höhenmeter mehr gekommen, als Udo geplant hatte (1500).

Untergekommen sind wir in einer kleinen Pension im Ort Glasofen, der in der Nähe von Marktheidenfeld liegt. Der Ort besitzt eine evangelische (!) Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Sie liegt direkt im Zentrum und ist an der höchst gelegenen Stelle des Ortes erbaut worden. Dann gibt es noch das historische Gasthaus, das seit seiner Errichtung im Jahr 1864 in sechster Generation von einer Familie geführt wird. Frau Hildegard Fertig, die jetzige Inhaberin des Gasthofs und der Pension hatte viel über Ihre Familie, die Trachtengruppe des Ortes und die Entstehung des Ortsnamens zu erzählen. So erfuhren wir, dass der Ort Glasofen nicht, wie man zunächst vermuten mag, mit einstiger Glasherstellung zu tun hat, sondern dass es ein Herr Claushof mit seinem großen landwirtschaftlichen Hof gewesen ist, der dem Ort seinen Namen gab.

Abschied von Familie Junk in Münchhausen
Abschied von Familie Junk in Münchhausen
Das Etappenziel ist bald erreicht in Neustadt am Main
Das Etappenziel ist bald erreicht in Neustadt am Main
Es geht voran
Es geht voran
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01.09.2012 von Gütersloh nach Gibraltar

33333 km mit dem Rad für Menschen mit Behinderung! Wir unterstützen auf sportliche Art die Inclusonics. Inclusonics – das ist ein Musik-Projekt von Menschen mit und ohne Behinderung von wertkreis.

Tour Gibraltar

Westfalen Blatt v. 21.08.2013.pdf
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Haller Kreisblatt v. 21.08.2013
2013-08-21-011-HKP-001.pdf
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Die Glocke vom 21 08.2013.crdownload.pdf
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Rad-Marathon für einen guten Zweck

 

Start: 23.08.2013

Wo: Gasthaus Vahlenkamp (Versmold im Kreis Gütersloh)

Ziel: Schiefer Turm von Pisa am 31.08.2013

Wofür: Projekt Inclusonics vom wertkreis Gütersloh 

 

 

 

TourPisaRadlerFlyer.pdf
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TourPisaEtappen-ZieleundZwischenstopsind
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Spendenkonto:

wertkreis Gütersloh gGmbH

 "inclusonics"

 Kontonummer: 56 663

 BLZ: 478 535 20  
 Kreissparkasse Wiedenbrück

(Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt)