10.06.2017: Tour für Teilhabe

So

02

Jul

2017

22. Etappe, Nordkap, das Ziel ist erreicht

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Sa

01

Jul

2017

21.  Etappe: von Alta bis durch den Nordkaptunnel

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Fr

30

Jun

2017

20. Etappe: von Solbacken nach Alta - 230 km vom Nordkap entfernt

Nordlyskatedralen in Alta
Nordlyskatedralen in Alta
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Do

29

Jun

2017

19. Etappe: die Freundlichkeit der Norweger

130 km, bedeckt aber trocken, windig, 12-15 Grad C

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Mi

28

Jun

2017

18. Etappe: Elche - und es gibt sie hier doch

150 km, ab Mittag Sonne, Rückenwind, 12-19 Grad C

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1. Etappe: von Halle nach Bremen

Um Punkt 10:00 Uhr erschallt der Startschuss zur (Spenden-) Tour für Teilhabe, ein Rad-Marathon-Event, dass sechs radsportverrückte bis zum Nordkap führen soll. Das Foto zeigt Hubert Kaiser, der durch das Spalier der vielen Gäste auf die Startleine zufährt, um zusammen mit Ralf Beckwermert, Doris Potthoff, Maren Potthoff, Udo Lange und Bernhard Potthoff die erste Etappe der Nordkaptour nach Bremen aufzunehmen.

 

Begeistert haben uns auch die Radsportler der Spielvereinigung Hesselteich und des RC Teuto, die uns jeweils mit einer starken Mannschaft ein gutes Stück begleiteten.

 

Auffällig auch die Beleuchtungsanlage an den Rädern der Nordkapradler, Magnic Light heißt das Wunderlicht. Dem Erfinder Dirk Strothmann vielen Dank für dieses Sicherheitsfeature.

 

 

Zuvor wurden die Protagonisten mit einem Frühstück in den Räumen des wertkreis Gütersloh gGmbH in Halle / Westf. verabschiedet. Bei Kaffee und Brötchen gab man den Radfahrern gute Wünsche, wie sonnige Tage, Rückenwind und Gesundheit mit auf den Weg. Vielen Dank dafür!

Kann ja nicht schaden: Jeden Tag ein Motto zur Motivation. Zum Auftakt hieß es "Alle für Einen, einer für Alle, Alle zusammen".

Aufmerksame Beobachter haben rechts im Hintergrund Werner Rogart erkannt, den viele (auch)als Begleiter der Gibraltar-Tour 2012 kennen.

Gruppenfoto mit M-SOFT-Vertriebsleiter Torsten Welling. Torsten Überraschte die Nordkapradler mit einer Verpflegungsstation auf halber Strecke nach Bremen in Ströhen. Ganz spontan erklärte er seinem Arbeitskollegen Ralf zwei Tage vor dem Tourstart, dass er uns an der Strecke erwartet und mit Bananen verpflegen möchte.

Als wir gegen 13:00 Ströhen passierten, erwartete Torsten uns zusammen mit seiner Familie und verwöhnte die Radler mit Kaffee, Brötchen, Bananen und Wasser. Klasse! Genau das brauchten wir nach den ersten 75 km. Vielen Dank!

Campingplatz bei Bremen 18:30: Endlich stehen die Zelte, hat ganz schön lange gedauert. "Ich habe seit 25 Jahren kein Zelt mehr aufgebaut," knurrte Ralf. "Warte es ab", antwortete Udo," wenn wir am Nordkap angekommen sind, bauen wir ein Zelt mit geschlossenen Augen in einer Minute auf."
"aber nur, wenn uns die Finger nicht vorher eingefroren sind.:"

 

 

Der neue Grill von Bernhard ist super! Wir haben ihn heute erstmalig getestet, das Grillgut ist fast perfekt gelungen . Für das nächste  Grillen wissen wir nun, dass wir die Würsten nicht zweistöckig über der Lage Fleisch grillen dürfen.
Der neue Grill von Bernhard ist super! Wir haben ihn heute erstmalig getestet, das Grillgut ist fast perfekt gelungen . Für das nächste Grillen wissen wir nun, dass wir die Würsten nicht zweistöckig über der Lage Fleisch grillen dürfen.
vorne: Doris und Maren; stehend: Ralf, Hubert, Udo und Bernhard
vorne: Doris und Maren; stehend: Ralf, Hubert, Udo und Bernhard

Das nächste Abenteuer steht bevor: nach der Gibraltar-Tour und Pisa-Tour starten wir am 10.06.2017 mit dem Rad von Gütersloh zu unserem neuen Spenden-Projekt

Tour für Teilhabe in Richtung Norden bis zum Nordkap. Dort wollen wir am 02.07.2017 ankommen. Wie schon bei unseren vergangenen Touren geht es um die Förderung von Projekten für den "wertkreis Gütersloh".
Seit 1962 setzt sich wertkreis Gütersloh als Sozialdienstleister ein, der Arbeits- und Wohnangebote für Menschen mit Behinderung schafft. Daneben finanziert das Unternehmen  zahlreiche Projekte, die Teilhabe auch darüber hinaus in Kultur, Freizeit und Sport ermöglichen sollen.

Mit Ausdauer Grenzen überwinden: mit unserer "Tour für Teilhabe" möchten wir zeigen, dass sich Grenzen überwinden lassen. Denn während wir auf mehr als 3000 km unsere körperliche Grenzen überwinden, müssen andere das jeden Tag tun: Menschen mit Behinderung stehen  im ganz normalen Alltag vor der Herausforderung, ihre körperlichen, geistigen und physischen Grenzen überwinden zu müssen. Dazu kommen gesellschaftliche oder buchstäbliche Grenzen und Barrieren, die noch immer allzu oft ihre Teilhabe an Arbeiten und Wohnen aber auch an Freizeit, Sport und Kultur erschweren oder unmöglich machen.

Auf den 23 Etappen durch Deutschland, Dänemark und Norwegen möchten wir unseren gemeinsamen Anspruch, Grenzen zu überwinden, anschaulich machen.

 

grenzenlos.teilhaben

Freizeit und Kulturprojekte für Menschen mit Behinderung

Sie können mit Ihrem Beitrag, z.B. einer kleinen Spende, dazu beitragen, dass wertkreis Güterloh folgende selbstfinanzierte Teilhabeprojekte weiter ausbauen kann:

 

- die inklusive Band incklusonics,

- das KunstWerk Atelier,

- Theater für Menschen mit und ohne Behinderung,

- therapeutisches Reiten

- Fußball

 

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Maren, Doris, Hubert, Bernhard, Udo, Ralf

 

1. Mai 2017 : Verlosung eines Fahrrades auf dem Kiebitzhof!

 

 

Gütersloh, am 1. Mai 2017: hier nehmen wir an der Veranstaltung des Kibitzhof ´ zum 1. Mai teil.  Zum Auftakt unserer Spendenaktion für die Aktivitäten des Wertkreis Gütersloh - Tour für Teilhabe - treten wir im gemeinsamen Outfit auf, um auf die Verlosung eines Fahrrades hinzuweisen.

In Halle (Westf.) starten wir (Bild oben), das Nordkap wollen wir jubelnd am 3.Juli 2017 erreichen.

23.08.2013: Wir starten wieder- Spendentour nach Pisa

In 9 Etappen über 1350 Km und ca. 13000 Höhenmeter

Am 23.08.2013 starten wir wieder von der Gaststätte Vahlenkamp (Versmold) aus. Wir, das sind Udo Lange, Ralf Beckwermert und Hubert Kaiser und als Fahrerin unseres Begleitfahrzeugs Maren Potthoff, also das bewährte Tour-Gibraltar-Team, verstärkt durch Vereinskollege und Sponsor Hubert Kaiser und seine Freundin Maren. Das Foto zeigt eine Abordnung der Inclusonics, das sind (v.l.) Patricia, Matthias und Uta, und die drei Radsportfreunde im Outfit der Band Inclusonics - Seit dem letzten Jahr sind Udo und Ralf und ab sofort auch Hubert Ehrenmitglieder der Band.

So

02

Jul

2017

22. Etappe, Nordkap, das Ziel ist erreicht

 

Heute standen lediglich 15 km bis zum Ziel unserer Tour für Teilhabe , dem Nordkap auf dem Programm. Eine gewisse Spannung lag schon beim etwas später als üblich servierten Frühstück auf den einzelnen Mitgliedern der Nordkapradler. Sollte es jetzt zu Ende sein, der täglich Rhythmus zwischen Radfahren, Quartiersuche, Zubereitung von Frühstück und Abendessen von 6 hungrigen Sportlern, Streckenplanung für den nächsten Tag überprüfen bzw. neu gestalten, Blogberichte schreiben? Ja ! Wir sind fast am Ziel. Das ist unser letzter Tag.

 

Noch einmal aufs Rad, das Ziel vor Augen, machten wir uns auf die letzten 15 Km. Trotz der geringen Distanz ließen uns die 580 hm noch einmal kurz ins Schwitzen kommen. Von der letzten Anhöhe aus konnten wir schon das Kugeldach des Besucherzentrums erblicken. Vor dem Parkplatz wurden wir von Maren mit der Kamera erwartet. In einer Formation nebeneinander, bewegten sich die 5 Radfahrer jeweils mit einem Lächeln im Gesicht langsam auf unsere Fotografin Maren zu.

 

Dann bereiteten wir uns auf den großen Augenblick vor: Gemeinsam gingen wir die letzten 200 m zu Fuß, aber mit den Rädern, auf die berühmte Nordkap-Weltkugel zu.
Dort stellten wir uns mit den Rädern für das obligatorisch Foto auf das Podest der Weltkugel.
Mit einem Glas Sekt stießen wir auf das erfolgreiche Erreichen des Tour-Ziels an.  Die Tour für Teilhabe, mit der wir hoffentlich einen kleinen Teil dazu beigetragen haben, dass die Projekte des wertkreis Gütersloh für kulturelle und sportliche Inklusion für Menschen mit Behinderung etwas bekannter geworden sind.

Und das bei 19 Grad C. „Noch vor 3,4 Tagen hat es hier geregnet und gestürmt, ihr habt wirklich Glück mit dem Wetter“, berichtete eine Besucherin, der wir unsere Fotoapparate für ein  Gruppenfoto überreichten.

Allen Unterstüzern ein "HERZLICHES DANKE", ohne Euch wären wir nicht so weit gekommen!

 

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Sa

01

Jul

2017

21.  Etappe: von Alta bis durch den Nordkaptunnel

 

181 km, 1500 hm, sonnig, 90km Gegenwind

Diese Etappe sollte unsere Königsetappe werden.

Waren zunächst nur ca. 100 km geplant, haben wir unsere Pläne kurzfristig am Morgen umgeworfen, um die Schlussetappe zu verkürzen. So sind insgesamt über 180 Km zusammengekommen. Das Highlight war die Durchfahrt durch den 7 km langen Nordkaptunnel. Er verbindet die Insel Magerøya, auf der das Nordkap liegt, mit dem Festland der nordnorwegischen Provinz Finnmark.
Dabei führte uns Europas drittlängster Unterwassertunnel zunächst 3,5 km mit 9 % abwärts um uns danach über die gleiche Distanz eine Steigung von 10% anzubieten.

Wir starteten morgens bei besten Wetterbedingungen mit unseren Sommertrikots. Doris stieg erstmals nach ihrem Sturz trotz leichter Schulterschmerzen wieder aufs Rad. Sie sollte zunächst nur 50 km fahren, um dann zu beurteilen, ob die Verletzung sie nicht weiter belastete. Nach 50 km kam sie dann zu dem Schluss, dass ein Weiterfahren nicht sinnvoll wäre. Bernhard löste sie ab, und es ging in rascher Fahrt zu viert weiter in Richtung Nordkap. Erst bei Kilometer 90, als wir der Straße immer direkt an der Küste entlang folgten, schlug uns kalter Wind entgegen. Diszipliniert wechselten wir regelmäßig die Führungsarbeit, wodurch wir gut vorankamen. Bis uns ein Tunnel stoppte: „Verflixt, ist es hier kalt, wie in einer Kühltruhe“, rief Hubert, als wir schon einige Meter in den dunklen Schacht eingefahren waren. „Umdrehen und alles anziehen, was geht“, lautete Udos Antwort. Also streiften wir die Armlinge und Beinlinge über, zogen dazu noch die Regen- bzw. Windjacken an, und los ging’s durch die 2 km lange Höhle.
Doch der längste, von vielen Radfahrern verfluchte und gefürchtete Tunnel stand uns noch bevor.
  Zwei Radfahrer aus Schottland, die uns wenige Kilometer vor der Unterwasserdurchführung entgegenkamen, berichteten uns von der extremen Abfahrt, der nicht enden wollend 3,5 km langen 9%igen Steigung und vor allem von dem dröhnenden Lärm der dicht an einem vorbeirauschenden Fahrzeuge. Wir waren gewarnt.
Vor dem Tunnel trafen wir die Begleitfahrzeuge, stärkten uns noch einmal nach den strapaziösen 173 km, die wir zurückgelegt hatten und beschlossen die Tunneldurchfahrt auf jeden Fall noch mitzunehmen. Bis auf Hubert, seine
angeschlagene Felge vom Hinterrad hatte zwar bis jetzt gut durchgehalten, aber machte auf den letzten Kilometern durch Klingelgeräusche unangenehm auf sich aufmerksam.
Voll konzentriert ging es dann in den Tunnel, 3,5 km abwärts. Am Scheitelpunkt empfing uns ein ohrenbetäubender Lärm, der kein Erdbeben andeutete, sondern von den Frischluftventilatoren stammte.
Die Steigung war zwar mühselig, aber kein Problem mehr.

Wir stiegen auf die WoMo's um, da es schon ziemlich spät war und wir noch einen Standplatz auf dem stark nachgefragten Campingplatz in Kirkenporten ergattern mussten.
Es waren leider keine Hütten mehr frei, so dass Udo und ich zelten mussten (durften). Und das, auf Europas nördlichst gelegenem Campingplatz – mit einem tollen Ausblick.

Morgen erwartet uns noch die Schlussetappe mit lediglich 15 km, damit wir die Ankunft auch entsprechend genießen können.

' 

endlich gibt uns die eisige Unterwasserröhre wieder frei
endlich gibt uns die eisige Unterwasserröhre wieder frei
Zelte der Samen
Zelte der Samen
unsere Zelte am nördlichsten Campingplatz (15 km vom Nordkap)
unsere Zelte am nördlichsten Campingplatz (15 km vom Nordkap)
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Fr

30

Jun

2017

20. Etappe: von Solbacken nach Alta - 230 km vom Nordkap entfernt

Nordlyskatedralen in Alta
Nordlyskatedralen in Alta

 170 Km, 11-15 Grad C,  teilweise sonnig, 1900 Höhenmeter, starker Gegenwind

 

 

                   Auf Grund der windigen Verhältnisse,  es herrschte starker Wind überwiegen aus nördlicher Richtung, bildeten wir wieder 2 Gruppen, die sich die Strecke teilten. So konnte die 20. Etappe relativ locker von allen Teilnehmern bewältigt werden, ohne dass jemand an seine Grenzen gehen musste. Unterwegs wurden wir erneut von dem grandiosen, sich ständig abwechselnden  Landschaftsbild Norwegens belohnt.
Außerdem hatten beide Gruppen (Sicht-) Kontakt mit einem weiteren prägenden Tier der norwegischen Wildnis, dem Rentier.
Als ich mit Udo unterwegs war, lief ein Exemplar dicht vor uns auf die Straße. Leider war das schreckhafte Tier nicht geneigt, still stehend darauf zu warten, bis ich mein Smartphone
 herausgekramt hatte , um ein schönes Foto zu schießen. So rannte es zunächst die Straße zurück, blieb kurz stehen und verschwand darauf rasch im Gebüsch. Gruppe Bernhard/Hubert sichtete gleich mehrere Exemplare, die sich ebenfalls auf der Straße aufhielten. Für den Straßenverkehr  sicherlich eine Herausforderung, jederzeit das Auftauchen dieser Hirschart zu erwarten. Fast wären wir heute noch Zeuge einer Kollision zwischen einem Rentier und einem Kleinbus geworden, die sich kurz zuvor auf unserer Strecke ereignet hatte. Das Fahrzeug stand auf der linken Spur und trug vorne eindeutige Spuren eines Unfalls. Das wohl schwerverletzte Ren hatte auf der Straße eine Blutspur hinterlassen, die vom Straßenrand in den Wald führte.

 

Unser heutiges Etappenziel heißt Alta, und ist nur nach ca. 230 km vom Nordkap entfernt.
Alta ist die größte Stadt in der nordnorwegischen Provinz Finnmark. Sie war für einige Jahre die weltweit nördlichste Ortschaft mit mehr als 10.000 Einwohnern, nachdem die sibirische Stadt Tiksi diesen Status in den 1990er Jahren durch Bevölkerungsschwund verloren hatte und bevor die Bevölkerung Hammerfests 2013 auf über 10.000 Einwohner anwuchs (
Quelle: Wikipedia.org).

 

Der Campingplatz in Alta ähnelt in Bezug auf das Klientel denen, die wir den letzten Tagen angesteuert haben, sehr deutlich:
Es gibt kaum Dauercamper, in erster Linie treffen wir auf Rentner-Ehepaare, die mit ihren Wohnmobilen Norwegen bereisen. Die zweitgrößte Gruppe bilden allein oder zu zweit reisende Motorradfahrer – auch meist schon jenseits der 50 Jahre alt - die mit leichtem Gepäck das Nordkap erreichen wollen. Dann haben wir die Einzelkämpfer, die allein mit dem Rad unterwegs sind, voll bepackt mit allem, was man für einen mehrmonatigen Urlaub benötigt. Sie nehmen nicht nur den schon als Extremleistung zu bewertenden Hinweg z.B. von Deutschland bis zum Nordkap auf sich, sondern fahren die Strecke auch wieder per Rad zurück. Diesen, meist jungen Leuten, zolle ich größten Respekt.
Dann folgen, zwar eher selten, aber wir haben sie – wenn auch nicht auf einem Campingplatz,  dafür unterwegs - angetroffen:
Wanderer mit Rucksäcken, deren Ausmaße und geschätztes Gewicht eher an Frondienste von verurteilten Gefangenen erinnern. Da fehlt mir dann die Vorstellungskraft, warum ein an sich gesunder Mensch, sich mehr als 3000 km
per pedes zumutet.

 

Das rückt unsere betreute Tour erst einmal wieder ins rechte Licht, also eigentlich nichts Besonderes.

 

ein Rentier, d i r e k t  vor uns (eigenlich schon wieder hinter uns)
ein Rentier, d i r e k t vor uns (eigenlich schon wieder hinter uns)
hier ebenfalls!
hier ebenfalls!
kurze Kaffeepause bei den Samen
kurze Kaffeepause bei den Samen
schon auf 400m Höhe wächst hier nichts mehr, in den Alpen muss man für diese Landschaft 2000m höher klettern
schon auf 400m Höhe wächst hier nichts mehr, in den Alpen muss man für diese Landschaft 2000m höher klettern
Holzkirche im Wald gelegen (12 km vor Alta)
Holzkirche im Wald gelegen (12 km vor Alta)
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Do

29

Jun

2017

19. Etappe: die Freundlichkeit der Norweger

130 km, bedeckt aber trocken, windig, 12-15 Grad C

 

Die 19. Etappe verlief reibungslos und ohne Besonderheiten. Deshalb möchte ich an dieser Stelle die besondere Freundlichkeit der Norweger loben. Das ist uns sofort aufgefallen, als wir erstmalig  norwegischen Boden betreten haben. Die Rücksichtnahme im Straßenverkehr ist hier vorbildlich. Es wird nie gedrängelt, und man fährt immer langsam an einen Kreisel oder eine Kreuzung heran, so dass nie der Eindruck von Hektik entsteht. Nicht, dass sich Norweger nie in Stress-Situationen  befinden,  im Unterschied zum heimischen Verhalten werden Konflikte nicht auf den Straßenverkehr übertragen  oder gar ausgetragen.  Alles sehr entspannt. Insbesondere, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, wird diese positive Situation  deutlich. Da schleichen LKW’s auf der E6 hinter uns Radlern hunderte Meter hinterher und überholen erst, wenn sie die linke Spur komplett nutzen können und alles frei ist, so dass man sich als Radfahrer immer sicher fühlt. Nie bzw. selten wird die Funktion der Auto-Hupe getestet, auch wenn wir einmal die gesamte Straßenbreite mit unseren Rädern nutzen. Eher dient ein kurzes Warnsignal unserer Sicherheit, wenn wir mal wieder unsere Augen über die großartige Landschaft schweifen lassen und nicht auf die Straße richten. Auch wir haben inzwischen dazu gelernt: sobald es sich hinter uns staut, da die Überholmöglichkeit schlecht ist, fahren wir, wenn möglich, rechts in eine Parkbucht, um den Verkehr wieder zum fließen zu bringen.

 

Ein zweites Beispiel für die Freundlichkeit der Norweger ereignete sich in einem kleinen Supermarkt. Dort standen Maren und Bernhard  vor einem Kühlregal, um unseren Bestand an Butter/Margarine wieder aufzufüllen. Etwas ratlos standen die beiden vor dem gut sortierten Regal und philosophierten über die Produkte. Als Bernhard eine Dose Margarine ergriff, wurde er direkt von einer Kundin angesprochen: „DIE Margarine sollten Sie nicht kaufen, nehmen Sie diese.  Die Bremykt Original mit 30 % rapsolje, die ist gut.“  Verblüfft drehten Maren und Bernhard sich zur Seite und erblickten die freundliche Dame, die mit ihrem zu zwei Zöpfen geflochtenen ergrauten Haar  an die in Würde gealterte Pippi Langstrumpf erinnerte. „Sie lässt sich gut streichen, ist gesund und schmeckt wie Butter“, folgte die Begründung in astreinem deutsch. Maren bedankte sich und wollte noch wissen, ob die Frau aus Deutschland kommt. Doch diese hatte sich schon ihrer Begleitung zugewandt und unterhielt sich in norwegischer Sprache mit ihr.

 

Ein weiteres Ereignis bezieht sich auf die Gastfreundschaft der Norweger, die uns am Abend zuteil wurde: wir hatten schon zu Abend gegessen und uns zurückgezogen, als es gegen 21:00 Uhr an der WoMo-Tür klopfe und ein älterer Herr uns erklärte, dass er heute das 50ste Jubiläum seines Campingplatzes und gleichzeitig seinen 69sten Geburtstag feiere. Gern seien wir zu Kuchen und Sekt an der Grillhütte am See eingeladen. Selbstverständlich, dass wir der Einladung folgten, auch wenn die Müdigkeit in uns schon dominierte.

 

Wir haben es nicht bereut. Interessante Gespräche mit anderen Campingfreunden, unter ihnen viele Deutsche, aber auch Norweger wären uns sonst entgangen.

 

 

 

nicht selten: Einzelkämpfer, die allein mit dem Rad unterwegs sind
nicht selten: Einzelkämpfer, die allein mit dem Rad unterwegs sind
der Campingplatz-Betreiber hat eingeladen: zum 50-jährigen Jubiläum des Platzes gibt es Kuchen und Sekt
der Campingplatz-Betreiber hat eingeladen: zum 50-jährigen Jubiläum des Platzes gibt es Kuchen und Sekt
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Mi

28

Jun

2017

18. Etappe: Elche - und es gibt sie hier doch

150 km, ab Mittag Sonne, Rückenwind, 12-19 Grad C

 

Am Himmel herrschte noch dichte Bewölkung, aber es regnete nicht, so dass wir die heutige 18. Etappe  einmal nicht im Regendress starten mussten.  Auch die Windverhältnisse versprachen ein zügiges Vorankommen, was auf Grund der 150 km langen Strecke dringend geboten schien.

So rollte es sich erstaunlich gut: die Steigungen waren moderat und es schien sogar so, dass das  Gefälle dominierte. Wir kamen gut voran. Dann durchbrachen die ersten Sonnenstrahlen die Wolkendecke und setzten sich gegen Mittag sogar gänzlich durch.

 

Wir befanden uns, wie in den vergangenen Tagen auch, auf der E6 und ließen die schöne Landschaft an uns vorbeifließen, immer umgeben von hohen Bergriesen und entlang zweier Fjorde.

Unerwartet wurde die Gruppe ca. 30 km vor dem Ziel mit den im gleichmäßig surrenden Takt der Rennmaschinen aus ihrem trance-gleichen Zustand gerissen.

Ich trauten meinen Augen zunächst nicht und es vergingen wohl auch einige Sekunden, bevor ich reagierte: „Langsamer“, rief ich, „schaut nach links, das gibt’s doch gar nicht, Elche“. Sie schienen so selbstverständlich in diese Landschaft zu gehören, dass man sie zunächst nicht wahrnimmt. Dann griff ich rasch in die Rückentasche meines Radtrikots, holte das Smartphone heraus und stellte den Kameramodus ein. Die zwei Elche, die im leichten, fast federndem Gang parallel zur Straße trabten, waren schwere, ausgewachsene Vertreter ihrer Gattung. Erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit und Anmut diese mächtigen Tiere sich bewegen konnten.

Plötzlich schwenkten die beiden Tiere, die inzwischen in eine schnellere Gangart gewechselt hatte, direkt auf die Straße zu. Wir verzögerten unsere Fahrt, um den Tieren beim Überqueren der Straße  nicht im Weg zu stehen. Bernhard, der mir ein paar Meter vorausfuhr, warnte mit heftigen Armbewegungen ein entgegenkommendes Fahrzeug, das diese Signale sofort verstand und seine Fahrt stoppte.
Im Galopp passierten die Elche die Straße und suchten fluchtartig das Weite.

Nur zögerlich setzte wir unsere Fahrt fort, dermaßen waren wir von dieser Begegnung beeindruckt. Und zugleich wurde uns auch klar, wie gefährlich eine Kollision mit einem solch gewaltigen und schweren Tier und einem PKW ausgehen könnte.

Die letzten Kilometer nahmen wir wieder Fahrt auf, um den Campingplatz rasch zu erreichen und uns auszuruhen. Daraus wurde jedoch nichts. Ein Unfall überschattete den sonst so harmonischen Tag.

Doris hatte kurz die Verbindung zum Vordermann Udo abreißen lassen, so dass eine kleine Lücke entstand. Das Tempo wurde etwas gedrosselt, Doris hatte gleichzeitig den Tritt verstärkt, so dass Sie rasch den Windschatten der Gruppe wieder eingefangen hatte. Udo schaute sich nach links um, übersah Doris jedoch, die seitlich rechts dicht an seinem Hinterrad hing. Udo nahm darauf das Tempo noch mehr raus, was zur Folge hatte, dass sich beide Räder touchierten. Schon war es passiert. Doris „küsste“ unsanft den groben Asphalt der E6. Abschürfungen an Hüfte und Arm, dazu eine geprellte Schulter waren die Folge des Sturzes. Es hätte noch heftiger kommen können, der obligatorische Helm verhütete glücklicherweise Kopfverletzungen.

Nach der Behandlung mit Salbe, Schmerztablette und zur Kühlung der Prellung Okseköt (Hackfleisch) aus der Tiefkühltruhe, geht es Doris nun schon sehr viel besser. Sie wird vorerst einmal ein, zwei Tage Pause einlegen.
Für die restlichen Etappen mahnten alle Teilnehmer eine noch vorsichtigere Fahrweise an.

 

wer gute Augen besitzt, erkennt die Elche, die wir während der Fahrt fotografiert haben
wer gute Augen besitzt, erkennt die Elche, die wir während der Fahrt fotografiert haben
hier werden Souvenirs vom Volksstamm der Samen verkauft
hier werden Souvenirs vom Volksstamm der Samen verkauft
Maren kümmert sich nicht nur um die Hunde, ohne ihre permanente Unterstützung läuft hier nichts.
Maren kümmert sich nicht nur um die Hunde, ohne ihre permanente Unterstützung läuft hier nichts.
Wracks am Straßenrand: diese Expedition zum Nordkap hat aufgegeben
Wracks am Straßenrand: diese Expedition zum Nordkap hat aufgegeben
endlich Sonne nach vielen Regentagen  -> Chaos-Camping
endlich Sonne nach vielen Regentagen -> Chaos-Camping
Am Morgen war die Welt noch in Ordnung: Doris erhält eine Schultermassage zum Start der Etappe.
Am Morgen war die Welt noch in Ordnung: Doris erhält eine Schultermassage zum Start der Etappe.
Nach dem Sturz: Doris' geprellte Schulter muss gekühlt werden; wie gut, dass noch ein Vorrat tiefgefrorenes Okseköt (Hackfleisch) vorhanden war...
Nach dem Sturz: Doris' geprellte Schulter muss gekühlt werden; wie gut, dass noch ein Vorrat tiefgefrorenes Okseköt (Hackfleisch) vorhanden war...
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Di

27

Jun

2017

17. Etappe von den Vesterälen zurück auf’s Festland

170 km, 1950 Höhenmeter, 6 – 9 Grad C, bedeckt, Regen

 

 Heute kam es darauf an, möglichst die passende Kleidung anzulegen, um der Kälte und dem Regen Paroli bieten zu können - und gleichzeitig bei Bergpassagen nicht durch einen Hitzestau behindert zu werden. Durch den gestrigen Ruhetag haben wir etwas Zeit verloren, so dass wir die Routen neu planen, d.h. strecken mussten.

 

 Es waren 170 km mit reichlich Höhenprofil geplant, die bei den widrigen Wetterverhältnissen zwar zu schaffen sind, jedoch nur, wenn man sich bei jeder Pause komplett umziehen würde (was nicht möglich ist, da wir jetzt schon Probleme haben, die notwendigsten Kleidungsstücke zu trocknen). Man kühlt sofort aus und, da man bei den Steigungen grundsätzlich ins Schwitzen kommt,  sind Pausen von mehr als 3 Minuten bei der Kälte nicht anzuraten.

 

So haben wir heute zwei Gruppen gebildet. Die Gruppe 1 bestehend aus Ralf und Bernhard fährt die erste Hälfte, die Gruppe 2 (Doris und Udo) absolviert die zweite Teilstrecke.

 

Gruppe 1 roulierte mit präzisen Wechseln in der Führung und gab den Staffelstab nach 85 km an Udo und Doris weiter. Der zweite Streckenabschnitt lief nicht so ganz glatt ab und  wurde durch drei Störungen beeinträchtigt.  Für die erste Unterbrechung sorgte ein Elch.

 

Seit zwei Wochen halten wir schon Ausschau nach diesem scheuen Tier, das wie kein anderes Skandinavien repräsentiert und hier als eine Art Wappentier gilt. Permanent warnen Straßenschilder davor, dass Elche die Straße überqueren - aber noch nie wurde dieses so begehrte Fotoobjekt von uns gesichtet.

 

Dann, nach 30 Minuten Fahrzeit, etwa 70 m von der Straße entfernt, entdeckte Udo den lang ersehnten Elch: „Sofort anhalten, da, rechts steht ein Elch“,   hauchte er seiner Mitfahrerin zu. Sofort stieg er von seinem Rad, warf es an den Straßenrand und eilte dem Elch entgegen, um ihn mit seinem Fotoapparat zu stellen. Der Elch, der sich bei genauerer Betrachtung als Elchkuh herausstellte, verspürte keine Lust auf menschlichen Kontakt. In diesem Fall stürmte ein in grün gekleideter Mann mit einer aerodynamische Kopfbedeckung auf ihn zu.
Eilig türmte unsere Elchkuh zurück ins Dickicht, ohne dass wir ein Beweisfoto schießen konnten.

 

Die zweite Störung tauchte nach einer kilometerlangen Steigung auf: plötzlich und ohne Vorwarnung wurde die Pedaleure von dichten Nebelschwaden verschluckt. Die Temperatur sank auf 6 Grad C und man konnte keine 50m weit sehen. Erst, als es nach wenigen Kilometern wieder ins Tal abwärts ging, verschwand auch der Nebel.

 

„Stopp“, rief Doris, „ich kann nicht mehr schalten, meine Kette...“. Eine Kleinigkeit für Schrauber Udo, das Rad wurde auf den Kopf gestellt, der Schaden behoben, dann konnte es weitergehen.

 

Nach dieser dritten Störung, 6 Kilometer vor dem Etappenziel, erreichte die kleine Gruppe, völlig durchnässt, den ersehnten Campingplatz.

Meisterkoch Hubert zauberte derweil zusammen mit Maren einen zünftigen Möhren-Eintopf,  der für zwei Tage reichen sollte - den die Mannschaft mit Genuss sofort restlos verputzte (nicht zuletzt, um die Wettersituation umzustimmen).

 

Elche, hier? gibt es nicht! Nur überall Elch-Warn-Staßenschilder aufstellen - schon sehen die Menschen überall Elche. Glaubt doch nicht an Märchen. WIR sind überall!
Elche, hier? gibt es nicht! Nur überall Elch-Warn-Staßenschilder aufstellen - schon sehen die Menschen überall Elche. Glaubt doch nicht an Märchen. WIR sind überall!
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Mo

26

Jun

2017

Heute Ruhetag

Heute legen wir einen Ruhetag ein. Sowohl Mannschaft als auch das Material bedürfen einen Tag der Pflege. Der ständige Wechsel der Aufenthaltsorte, die Eigenverpflegung, die Kommunikation sowie die Reinigung von Kleidung und Material beschränken den täglichen Einsatz nicht auf einen 8-Stunden Tag, sondern erfordern nahezu den doppelten Zeitaufwand.

So reflektieren wir die bisherigen Etappen und überprüfen die noch bevorstehenden Touren auf optimale Streckeneinteilung und mögliche Quartiere.

 

Daneben genossen wir den Tag bei einer Wanderung entlang eines Flüsschens, der sich reißend aus dem angrenzenden Gebirge in den Gullesfjord stürzt.
Nur Udo forderte noch einmal sein Glück beim Angeln heraus. Diesmal mietete er ein kleines Ruderboot und begab sich ein Stück in den Fjord hinein.

Seine Hartnäckigkeit zahlte sich aus: die Ausbeute bestand aus einem kapitalen Dorsch und einem kleinen Seelachs. Allemal genug  für eine  opulente Fischmahlzeit.

 

zwei Mann in einem Boot: Udo und Hubert
zwei Mann in einem Boot: Udo und Hubert
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So

25

Jun

2017

16. Etappe: Übersetzen auf die Vesterälen

86 km, 1500 Höhenmeter, Nieselregen, 12-15 Grad C

 

Unser Start in den Tag begann mit einem Frühstück im Freien unter dem Pavillon mit Blick auf die grandiose Bergkulisse am Morsvivfjord.
Unsere heutige Rad-Strecke hatte den Fährhafen in Bognes zum Ziel, wo es dann mit der Fähre auf die Inselgruppe der Vesterälen ging.

Die Vesterälen erstrecken sich nördlich der Lofoten-Inseln vom norwegischen Festland gen Westen und in den Atlantischen Ozean.

Das Archipel umfasst sowohl winzige Sandinseln und Schären als auch einige der größten Inseln Norwegens. Der besondere Reiz dieser Inseln liegt in seiner Landschaftsvielfalt, die von ruhigen Sandstränden bis zu alpinen Höhenzügen reicht.

 

Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und machten uns auf die relativ kurze, doch mit einigen Höhenzügen gespickte Strecke.

Wir spulten die Kilometer herunter, ohne große Fotopausen einzulegen, damit wir die Fähre nach Lodingen auch rechtzeitig erreichten. Bis auf eine "Bananenpause" nach 50 Km:
"An einer schönen Ecke halten wir gleich an", rief Doris, um alsbald in eine kleine Straßenbucht einzubiegen. "Hier können wir die Pause einlegen". Die Straßenbucht entpuppte sich als ein von Gebüsch umwucherter versteckter Rastplatz. Doch mitten auf diesem Platz stand ein schwarzes Sofa, das noch ganz passabel wirkte. Udo freute sich darüber, " das ist mein Sofa, hier ruhe ich mich erst einmal aus", und fläzte sich als erster auf die Couch.

 

Wir erreichten gerade noch rechtzeitig die Fähre und setzten auf die Vesterälen über.

Die Inselgruppe gilt übrigens auch als Königreich für Wale.

Die nährstoffreiche Region gilt als einzige weltweit, in der man (mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%) ganzjährig Wale entdecken kann. In den Sommermonaten lässt sich hier z.B. der riesige Pottwal beobachten.

 

Udo hatte den Abstecher auf die Vesterälen genau geplant, denn auf diesen Augenblick hatte er gewartet. Sofort nach Ankunft auf unserem Campingplatz am Gullesfjord, packte er seine Angelausrüstung aus und versprach uns zum Abendessen etwas zu fangen. Zusammen mit Hubert zog er los.

Freudestrahlend kamen die beiden nach ca. einer Stunde zurück und verkündeten stolz, einen Fisch gefangen zu haben. (Nur gut, dass wir noch Vorräte an Bratwürstchen besaßen, sonst wären wir an diesem Abend hungrig zu Bett gegangen – der noch nicht ausgewachsene Seelachs reichte nicht einmal als Vorspeise).

auf der Fähre
auf der Fähre
Hubert hält ein Stück Gletscher-Eis in Händen.
Hubert hält ein Stück Gletscher-Eis in Händen.
Udo und Hubert kommen vom Angeln...
Udo und Hubert kommen vom Angeln...
Die Mahlzeit für 6 Personen. Udo: "Ihr sollt ja nur probieren!"
Die Mahlzeit für 6 Personen. Udo: "Ihr sollt ja nur probieren!"
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Sa

24

Jun

2017

15. Etappe: Berge durchfahren

136 km, ca. 2000 Höhenmeter, Nieselregen, 11-13 Grad C

 

Nach zwei sonnigen Tagen hatte es in den Morgenstunden begonnen zu regnen. Ein leichter Nieselregen und starke Bewölkung ließen keine Hoffnung auf Besserung aufkeimen. So nahmen wir das Wetter hin wie es war, also wie die Nordmänner.
Wir starteten mit Respekt vor der für heute angekündigten Berg-Etappe, die Udo mit mehr als 3000 Höhenmeter angekündigt hatte. Zielort war der Campingplatz in Morsvik, der am der äußerste Zipfel des
 Morsvikfjords gelegen ist:

Es sollte die bisher schönste Etappe werden. Die Wetterverhältnisse spielten dabei keine Rolle, wir hatten uns darauf eingestellt und irgendwie gehörte das Schmuddelwetter heute dazu.

Die ersten 30 km rollte es wie von selbst: das eingespielte Radquartett wechselte sich in der Führungsarbeit ab und so ging es rasch voran. Bis sich uns die ersten Erhebungen in den Weg stellten, was unseren Vorwärtsdrang etwas abbremste. Ein wenig nur, da sich die Steigungen bisher in Grenzen hielten.

Dann türmte sich eine größere Bergkette  vor uns auf. „Da müssen wir rüber!“, hörte man Bernhard rufen, um sich kurz darauf zu berichtigen: „ Nein, da kommt ein Tunnel“. Über 1,2 km durchquerten wir den nur dürftig beleuchteten Tunnel. Es war merklich kühler und, wenn sich ein Fahrzeug von vorn oder von hinten näherte, dröhnte es unheimlich und laut, als stünde ein Erdbeben bevor.  Ein jeder schien erleichtert, als der Tunnel uns wieder freigab und uns das trübe Tageslicht wieder begrüßte. Noch weitere 17 (!) Mal sollte uns im Land, dem auch nachts die Dunkelheit im Sommer fremd ist, das Tageslicht genommen werden. Manche der 18 Tunnel waren nur wenige 100m, andere bis 4 km lang - aber der 19. und letzte Tunnel maß eine Länge von 7 km, und durfte von Radfahrer nicht durchfahren werden.
Es gab aber eine Ausweichstrecke – natürlich über den Berg. Diese Ausweichstraße war ein besonderer Leckerbissen, der seinesgleichen sucht. Wir hatten atemberaubende Ausblicke auf den Morsvikfjord , und das über eine kleine sich der Landschaft angepassten Straße, die sich  eng zwischen Fjord und Gebirgszug schlängelte.
 Trotz der teils giftigen Anstiege, gefolgt von welligen Abfahrten, erklärten wir diese Küstenstraße als den bisher schönsten Streckenabschnitt.

 Bleibt als Résumé, dass wir die Angabe unserer Höhenmeter revidieren müssen. Letztlich standen nur knapp 2000 hm anstatt der geplanten 3000 hm auf dem Tacho. Lag vielleicht an den vielen Tunneldurchquerungen - die auf Radmodus eingestellte Navigationssoftware hatte vielleicht einige zusätzliche Tunnelumgehungen geplant?! Hat uns nicht weiter gestört.

 

Am Zielcampingplatz hatten wir einen Standplatz direkt am Fjord, fantastisch! Und, dass die Crew wieder alles organisiert und vorgearbeitet hatte, perfekt.  Danke!

 

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01.09.2012 von Gütersloh nach Gibraltar

33333 km mit dem Rad für Menschen mit Behinderung! Wir unterstützen auf sportliche Art die Inclusonics. Inclusonics – das ist ein Musik-Projekt von Menschen mit und ohne Behinderung von wertkreis.

Tour Gibraltar

Rad-Marathon für einen guten Zweck

 

Start: 10.06.2017

Wo: Stodieks Hof, Halle/Westf., Stodieks Hof 2a

Ziel: Nordkap am 02.07.2017

Wofür: Projekt "Tour für Teilhabe" vom wertkreis Gütersloh 

Spendenkonto:

wertkreis Gütersloh gGmbH

 "Tour für Teilhabe"

 IBAN:

DE21 4785 3520 0000 0566 63

 BIC: WELADED1WDB
 Kreissparkasse Wiedenbrück

(Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt)

Trainingsvorbereitungen
Der Countdown läuft.docx
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