13. Etappe: es rollt

Sagrada Familie
Sagrada Familie

Sonnig, 20-29 Grad, Wind aus südwestlicher Richtung

Nach ergiebigem Regen über Nacht, klarte es am heutigen Morgen wieder auf. So haben sich sämtliche Befürchtungen von Udo, was wir etwa bei starkem Regen oder gar Gewitter machen würden („unsere komplette Planung kannst Du knicken“)  als überflüssig erwiesen.

Schon vor 9:00 verabschiedeten wir uns von den liebenswerten Mitgliedern der Theatergruppe El Trampoli, die wir vielleicht im kommenden Jahr wiedersehen werden. Jedes Jahr findet ein gegenseitiger Austausch zwischen den Mitgliedern der Inclusonics und El Trampoli statt. Hasta luego!

Heute erwartete uns auf dem Weg nach Barcelona ein teils heftiger Gegenwind. Wir kämpften uns tapfer voran, hatten aber gegen Mittag schon einige „Körner“ verbraucht, so dass wir uns nach einer Verpflegungsstelle umschauen mussten. Wir machten eine Tapas Bar aus, die vor dem Lokal Sitzgelegenheiten bot. Ich betrat die Lokalität und bestellte 4 Bocadillos, zwei mit Schinken, zwei mit Käse, dazu zwei Kaffee (con leche) und zwei Cola. Als der camerero uns wenig später die Bestellung auftischen wollte, schaute er ungläubig in die Runde. Udo tippte mehrmals auf den Bistrotisch und sagte:„Allen an her damit“„Todos para ustedes?“ kam als‚Antwort‘...

Dermaßen gestärkt konnte es auch mit Wind von vorn weitergehen. Wir versuchten, ein gleichmäßiges Tempo einzuhalten und abwechselnd Führungsarbeit zu übernehmen. Ca. 40 Km vor Barcelona war es plötzlich mit der Ruhe vorbei.
An einer kleinen Steigung, wir befanden uns auf der N-11, einer Küstenstraße immer in Sichtkotantakt mit dem Mittelmeer, tauchte neben uns ein einheimischer Rennradfahrer auf. Er hatte einen hohen Gang eingelegt und überholte uns in recht schnellem Tempo. Ich brachte ein trockenes „Hola“ als Gruß hervor, erhielt aber von dem schlechtrasierten ca. 30 jährigen Pedaleur nur einen mitleidigen Blick zurück. Eines war klar: mit diesem Sportskollegen kamen wir nicht ins Gespräch, ganz zu Schweigen davon ihm unseren Inclusoniscs-Flyer zu reichen.
Sofort entstand ein kleiner Abstand zwischen uns und dem Radler, den wir : „ohne Gruß“ nannten. Diese Provokation weckte natürlich unseren Kampfgeist. Sofort schlossen wir die entstandene Lücke. Ganz unauffällig, nur marginal, neigte sich der Kopf von „ohne Gruß“ zur Seite. Er schaltete einen Gang herunter und forcierte seine Trittfrequenz. Ein sicheres Zeichen, dass er registriert hatte: wir kleben an seinem Hinterrad. Er forcierte mehrmals das Tempo, wir blieben dran. Dann überholte ich, er blieb dran. So ging es eine Weile. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich erneut führte, Udo befand sich an zweiter Position. Udo überholte mich und übernahm die Führung, damit entstand eine kleine Lücke. Sofort überholte ich erneut, so dass die Lücke noch größer wurde. So zirkelten wir eine Weile und gaben alles – bis wir durch einen Kreisverkehr aus unserer Aktion herausgerissen wurden. Ein Blick nach hinten bestätigte uns, „ohne Gruß“ war abgehängt. Die 10 Km waren zwar anstrengend, haben aber richtig Spaß gemacht.

Bevor wir unser Quartier südlich von Barcelona ansteuerten, wollten wir unbedingt noch eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen, die Sagrada Familia. Die imposante Basilika, das Lebenswerk von Antoni Gaudi, ist einfach überwältigend. Auch, wenn wir das kunstvolle Gotteshaus aus Zeitgründen nicht von Innen sehen konnten, waren wir froh, dass wir hier gewesen sind (muss man aber unbedingt irgendwann in Ruhe nachholen!).
Mit einem guten Gefühl fuhren wir dann noch ohne Probleme die 25 km quer durch den Feierabendverkehr der Millionenmetropole hin zu unserem Quartier.

 

Streckenlänge: 155 km, Max. Steigung: 11%, Höhenmeter: 970, Pannen: keine, 6:44 Stunden im Sattel (netto)

Korkernte
Korkernte
Bergland von Cataluna - südliche Pyrenäen
Bergland von Cataluna - südliche Pyrenäen

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Kommentare: 8
  • #1

    verena u klaus (Freitag, 14 September 2012 10:34)

    hallo udo
    wir grüssen dich aus der schweiz
    verfolgen eure tour jeden tag mit begesterung und sind stolz auf euch passt auf euch auf und kommt gesund wieder nach hause lg an werner
    verena und klaus

  • #2

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Rad-Marathon für einen guten Zweck

 

Start: 10.06.2017

Wo: Stodieks Hof, Halle/Westf., Stodieks Hof 2a

Ziel: Nordkap am 02.07.2017

Wofür: Projekt "Tour für Teilhabe" vom wertkreis Gütersloh 

Spendenkonto:

wertkreis Gütersloh gGmbH

 "Tour für Teilhabe"

 IBAN:

DE21 4785 3520 0000 0566 63

 BIC: WELADED1WDB
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(Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt)

Trainingsvorbereitungen
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