16. Etappe: da hört der Spaß auf

An die 16. Etappe möchte ich gar nicht so gern erinnern. Deshalb mache ich es kurz:
Die schlechte Laune fing morgens mit der Feinplanung der Route an. Wir hatten gehofft, die anfangs errechneten 180 Km noch etwas zu kürzen, anstatt dessen kamen wir jedoch auf satte 195 Km.

Wir starteten noch vor 9:00, fanden aber aus Valencia kaum heraus, hier gesellten sich die ersten zusätzlichen Km dazu. Davon noch unbeirrt, spulten wir unsere Km herunter. Das Quecksilber stieg inzwischen wieder auf über 30 Grad, gegen Mittag waren es in der Sonne schon knapp 40 Grad. Und für uns zählen die 40 Grad, da wir halt mangels schattenspendender Baumalleen zu 96,7% in der prallen Sonne fahren müssen. Unzählige Schweißperlen glänzten auf Armen und Beinen. Also hieß es, etwas ausgedehntere Pausen im Schatten des einen oder anderen Straßencafé’s einzulegen. Bei der zweiten Rast, knapp 100 Km lagen mühsam hinter uns, spielte uns das Navi einen Streich: anstatt der gut 100 verbleibenden Km, sollten es plötzlich mehr als doppelt so viele sein. Ich vermeide an dieser Stelle Zitate von Udo und von mir und sage nur, dass sich unsere bisher so gute Laune sehr verschlechterte. Wir beschlossen die N340 anzusteuern, die unweigerlich bis zu unserem Etappenziel Alicante führt; natürlich auf Kosten zusätzlicher Km. Das ging so lange gut, bis die N-340 in eine Autobahn überging und, auch wegen längerer Tunnel, für Radler nicht befahrbar war. Um die Strecke neu zu planen, legten wir eine Pause an einer Art Eiscafé ein, (wir hatten bereits 140 Km auf dem Buckel). Das Navi rechnete neu und kam –

auf weitere 91 Km, und reichlich Höhenmeter (macht zusammen 231 km!). Obwohl ich saß, kippte ich buchstäblich aus den Latschen. Nach kurzer Diskussion waren wir uns einig: wir bleiben hier! (Ortsname: Albaida).

Morgen werden wir unsere Strategie dahingehend ändern, dass wir zunächst bis Mittag ein gutes Stück der Etappe zurücklegen (mit Zwischenstation bei René in Alicante) und dann in den frühen Abendstunden die Etappen bis zum Ziel fortsetzen.

Streckenlänge: 140 Km Höhenmeter ca. 750, max Steigung: 11 %

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Kommentare: 4
  • #1

    Hildegard Budde (Montag, 17 September 2012 11:54)

    Hallo, ihr zwei!
    Toll eure Berichte - lese sie fast jeden Tag -
    manchmal muß ich richtig schmunzeln. Tolle Leistung
    was ihr da macht. Für die letzte Woche wünsche ich
    euch keine Pannen. Bis bald. Hildegard

  • #2

    Udo Raabe (Montag, 17 September 2012 17:56)

    da ich Euch kenne, bin ich sicher, besonders nach der bisher erbrachten Leistung, das kleine Probelem habt Ihr längst vergessen. Umgerechnet in Meilen habt Ihr noch kaum 500 vor Euch, für Euch doch Pinats.
    Erwarte mit Spannung den kommenden Kommentar.

    Udo

  • #3

    Walter u Roswitha Stönner (Montag, 17 September 2012 18:49)

    Ihr seid große Klasse, Hut ab !!!
    Wir wünschen Euch eine gute und Glückliche Ankunft
    am Zielort im südlichsten Zipfel Europas.
    Habt noch viel Spaß, bleibt gesund und kommt gut nach Versmold-Bockhorst.
    Gruß aus dem kühlen Westfalen
    Walter u. Roswitha

  • #4

    buebeck@aol.com (Montag, 17 September 2012 21:21)

    Hallo Ralf, deine ganze Familie drückt dir die Daumen für die nächsten Etappen! Gilt natürlich auch für Udo!

    Guts Muts

    Beckwermerts aus B.R.

Rad-Marathon für einen guten Zweck

 

Start: 10.06.2017

Wo: Stodieks Hof, Halle/Westf., Stodieks Hof 2a

Ziel: Nordkap am 02.07.2017

Wofür: Projekt "Tour für Teilhabe" vom wertkreis Gütersloh 

Spendenkonto:

wertkreis Gütersloh gGmbH

 "Tour für Teilhabe"

 IBAN:

DE21 4785 3520 0000 0566 63

 BIC: WELADED1WDB
 Kreissparkasse Wiedenbrück

(Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt)

Trainingsvorbereitungen
Der Countdown läuft.docx
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