15. Etappe: Berge durchfahren

136 km, ca. 2000 Höhenmeter, Nieselregen, 11-13 Grad C

 

Nach zwei sonnigen Tagen hatte es in den Morgenstunden begonnen zu regnen. Ein leichter Nieselregen und starke Bewölkung ließen keine Hoffnung auf Besserung aufkeimen. So nahmen wir das Wetter hin wie es war, also wie die Nordmänner.
Wir starteten mit Respekt vor der für heute angekündigten Berg-Etappe, die Udo mit mehr als 3000 Höhenmeter angekündigt hatte. Zielort war der Campingplatz in Morsvik, der am der äußerste Zipfel des
 Morsvikfjords gelegen ist:

Es sollte die bisher schönste Etappe werden. Die Wetterverhältnisse spielten dabei keine Rolle, wir hatten uns darauf eingestellt und irgendwie gehörte das Schmuddelwetter heute dazu.

Die ersten 30 km rollte es wie von selbst: das eingespielte Radquartett wechselte sich in der Führungsarbeit ab und so ging es rasch voran. Bis sich uns die ersten Erhebungen in den Weg stellten, was unseren Vorwärtsdrang etwas abbremste. Ein wenig nur, da sich die Steigungen bisher in Grenzen hielten.

Dann türmte sich eine größere Bergkette  vor uns auf. „Da müssen wir rüber!“, hörte man Bernhard rufen, um sich kurz darauf zu berichtigen: „ Nein, da kommt ein Tunnel“. Über 1,2 km durchquerten wir den nur dürftig beleuchteten Tunnel. Es war merklich kühler und, wenn sich ein Fahrzeug von vorn oder von hinten näherte, dröhnte es unheimlich und laut, als stünde ein Erdbeben bevor.  Ein jeder schien erleichtert, als der Tunnel uns wieder freigab und uns das trübe Tageslicht wieder begrüßte. Noch weitere 17 (!) Mal sollte uns im Land, dem auch nachts die Dunkelheit im Sommer fremd ist, das Tageslicht genommen werden. Manche der 18 Tunnel waren nur wenige 100m, andere bis 4 km lang - aber der 19. und letzte Tunnel maß eine Länge von 7 km, und durfte von Radfahrer nicht durchfahren werden.
Es gab aber eine Ausweichstrecke – natürlich über den Berg. Diese Ausweichstraße war ein besonderer Leckerbissen, der seinesgleichen sucht. Wir hatten atemberaubende Ausblicke auf den Morsvikfjord , und das über eine kleine sich der Landschaft angepassten Straße, die sich  eng zwischen Fjord und Gebirgszug schlängelte.
 Trotz der teils giftigen Anstiege, gefolgt von welligen Abfahrten, erklärten wir diese Küstenstraße als den bisher schönsten Streckenabschnitt.

 Bleibt als Résumé, dass wir die Angabe unserer Höhenmeter revidieren müssen. Letztlich standen nur knapp 2000 hm anstatt der geplanten 3000 hm auf dem Tacho. Lag vielleicht an den vielen Tunneldurchquerungen - die auf Radmodus eingestellte Navigationssoftware hatte vielleicht einige zusätzliche Tunnelumgehungen geplant?! Hat uns nicht weiter gestört.

 

Am Zielcampingplatz hatten wir einen Standplatz direkt am Fjord, fantastisch! Und, dass die Crew wieder alles organisiert und vorgearbeitet hatte, perfekt.  Danke!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Antje Junk (Sonntag, 25 Juni 2017 11:22)

    Verfolge eure Reise im Internet wünsche euch noch eine weitere nicht sehr nasse Fahrt!!! Kommt gut und gesund an!
    Liebe Grüße vom schönen Burgwald an alle
    Antje Junk

Rad-Marathon für einen guten Zweck

 

Start: 10.06.2017

Wo: Stodieks Hof, Halle/Westf., Stodieks Hof 2a

Ziel: Nordkap am 02.07.2017

Wofür: Projekt "Tour für Teilhabe" vom wertkreis Gütersloh 

Spendenkonto:

wertkreis Gütersloh gGmbH

 "Tour für Teilhabe"

 IBAN:

DE21 4785 3520 0000 0566 63

 BIC: WELADED1WDB
 Kreissparkasse Wiedenbrück

(Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt)

Trainingsvorbereitungen
Der Countdown läuft.docx
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