16. Etappe: Übersetzen auf die Vesterälen

86 km, 1500 Höhenmeter, Nieselregen, 12-15 Grad C

 

Unser Start in den Tag begann mit einem Frühstück im Freien unter dem Pavillon mit Blick auf die grandiose Bergkulisse am Morsvivfjord.
Unsere heutige Rad-Strecke hatte den Fährhafen in Bognes zum Ziel, wo es dann mit der Fähre auf die Inselgruppe der Vesterälen ging.

Die Vesterälen erstrecken sich nördlich der Lofoten-Inseln vom norwegischen Festland gen Westen und in den Atlantischen Ozean.

Das Archipel umfasst sowohl winzige Sandinseln und Schären als auch einige der größten Inseln Norwegens. Der besondere Reiz dieser Inseln liegt in seiner Landschaftsvielfalt, die von ruhigen Sandstränden bis zu alpinen Höhenzügen reicht.

 

Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und machten uns auf die relativ kurze, doch mit einigen Höhenzügen gespickte Strecke.

Wir spulten die Kilometer herunter, ohne große Fotopausen einzulegen, damit wir die Fähre nach Lodingen auch rechtzeitig erreichten. Bis auf eine "Bananenpause" nach 50 Km:
"An einer schönen Ecke halten wir gleich an", rief Doris, um alsbald in eine kleine Straßenbucht einzubiegen. "Hier können wir die Pause einlegen". Die Straßenbucht entpuppte sich als ein von Gebüsch umwucherter versteckter Rastplatz. Doch mitten auf diesem Platz stand ein schwarzes Sofa, das noch ganz passabel wirkte. Udo freute sich darüber, " das ist mein Sofa, hier ruhe ich mich erst einmal aus", und fläzte sich als erster auf die Couch.

 

Wir erreichten gerade noch rechtzeitig die Fähre und setzten auf die Vesterälen über.

Die Inselgruppe gilt übrigens auch als Königreich für Wale.

Die nährstoffreiche Region gilt als einzige weltweit, in der man (mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%) ganzjährig Wale entdecken kann. In den Sommermonaten lässt sich hier z.B. der riesige Pottwal beobachten.

 

Udo hatte den Abstecher auf die Vesterälen genau geplant, denn auf diesen Augenblick hatte er gewartet. Sofort nach Ankunft auf unserem Campingplatz am Gullesfjord, packte er seine Angelausrüstung aus und versprach uns zum Abendessen etwas zu fangen. Zusammen mit Hubert zog er los.

Freudestrahlend kamen die beiden nach ca. einer Stunde zurück und verkündeten stolz, einen Fisch gefangen zu haben. (Nur gut, dass wir noch Vorräte an Bratwürstchen besaßen, sonst wären wir an diesem Abend hungrig zu Bett gegangen – der noch nicht ausgewachsene Seelachs reichte nicht einmal als Vorspeise).

auf der Fähre
auf der Fähre
Hubert hält ein Stück Gletscher-Eis in Händen.
Hubert hält ein Stück Gletscher-Eis in Händen.
Udo und Hubert kommen vom Angeln...
Udo und Hubert kommen vom Angeln...
Die Mahlzeit für 6 Personen. Udo: "Ihr sollt ja nur probieren!"
Die Mahlzeit für 6 Personen. Udo: "Ihr sollt ja nur probieren!"

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Kommentare: 2
  • #1

    Wilhelm (Montag, 26 Juni 2017 18:39)

    Hallo Service Management, Pedaleure und Hunde,
    ihr kommt dem ZIEL täglich näher, aber die letzten ca. 800 km sind, unabhängig
    vom Wetter, schwerer als die ersten 800 km und das in mehrfacher Hinsicht:
    Der "innere Schweinehund", er ist im hohen Norden ein Troll, wird immer mächtiger.
    Er lässt die Stimme "immer wieder aufstehen, immer wieder sagen ich fahr doch,
    leiser werden.
    Der Materialverschleiß an den Rädern und den Sitzpads der Hosen erhöht die Reibung.
    Auf eurer Fahrt gen Norden wird der Abstand zum Erdmittelpunkt geringer. Die Erdanziehungskraft und somit eurer Gewichtskraft wird bei konstanter Körpermasse
    größer.
    Trotz allem immer weiterfahren!
    Viele Grüße
    W.D.

  • #2

    Nordkap-Team (Montag, 26 Juni 2017 21:16)

    Hallo Wilhelm,
    vielen Dank für die Motivation. Die Trolle hier im hohen Norden können einem ganz schön zusetzen. Dank der Unterstützung aus der Heimat wird die Stimme "immer wieder aufsteigen, immer wieder sagen: ich fahr doch", wieder dominanter.
    Dass die Erdanziehungskraft hier stärker wird, kam uns auch schon so vor...
    Grüße aus Norwegen

Rad-Marathon für einen guten Zweck

 

Start: 10.06.2017

Wo: Stodieks Hof, Halle/Westf., Stodieks Hof 2a

Ziel: Nordkap am 02.07.2017

Wofür: Projekt "Tour für Teilhabe" vom wertkreis Gütersloh 

Spendenkonto:

wertkreis Gütersloh gGmbH

 "Tour für Teilhabe"

 IBAN:

DE21 4785 3520 0000 0566 63

 BIC: WELADED1WDB
 Kreissparkasse Wiedenbrück

(Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt)

Trainingsvorbereitungen
Der Countdown läuft.docx
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