17. Etappe von den Vesterälen zurück auf’s Festland

170 km, 1950 Höhenmeter, 6 – 9 Grad C, bedeckt, Regen

 

 Heute kam es darauf an, möglichst die passende Kleidung anzulegen, um der Kälte und dem Regen Paroli bieten zu können - und gleichzeitig bei Bergpassagen nicht durch einen Hitzestau behindert zu werden. Durch den gestrigen Ruhetag haben wir etwas Zeit verloren, so dass wir die Routen neu planen, d.h. strecken mussten.

 

 Es waren 170 km mit reichlich Höhenprofil geplant, die bei den widrigen Wetterverhältnissen zwar zu schaffen sind, jedoch nur, wenn man sich bei jeder Pause komplett umziehen würde (was nicht möglich ist, da wir jetzt schon Probleme haben, die notwendigsten Kleidungsstücke zu trocknen). Man kühlt sofort aus und, da man bei den Steigungen grundsätzlich ins Schwitzen kommt,  sind Pausen von mehr als 3 Minuten bei der Kälte nicht anzuraten.

 

So haben wir heute zwei Gruppen gebildet. Die Gruppe 1 bestehend aus Ralf und Bernhard fährt die erste Hälfte, die Gruppe 2 (Doris und Udo) absolviert die zweite Teilstrecke.

 

Gruppe 1 roulierte mit präzisen Wechseln in der Führung und gab den Staffelstab nach 85 km an Udo und Doris weiter. Der zweite Streckenabschnitt lief nicht so ganz glatt ab und  wurde durch drei Störungen beeinträchtigt.  Für die erste Unterbrechung sorgte ein Elch.

 

Seit zwei Wochen halten wir schon Ausschau nach diesem scheuen Tier, das wie kein anderes Skandinavien repräsentiert und hier als eine Art Wappentier gilt. Permanent warnen Straßenschilder davor, dass Elche die Straße überqueren - aber noch nie wurde dieses so begehrte Fotoobjekt von uns gesichtet.

 

Dann, nach 30 Minuten Fahrzeit, etwa 70 m von der Straße entfernt, entdeckte Udo den lang ersehnten Elch: „Sofort anhalten, da, rechts steht ein Elch“,   hauchte er seiner Mitfahrerin zu. Sofort stieg er von seinem Rad, warf es an den Straßenrand und eilte dem Elch entgegen, um ihn mit seinem Fotoapparat zu stellen. Der Elch, der sich bei genauerer Betrachtung als Elchkuh herausstellte, verspürte keine Lust auf menschlichen Kontakt. In diesem Fall stürmte ein in grün gekleideter Mann mit einer aerodynamische Kopfbedeckung auf ihn zu.
Eilig türmte unsere Elchkuh zurück ins Dickicht, ohne dass wir ein Beweisfoto schießen konnten.

 

Die zweite Störung tauchte nach einer kilometerlangen Steigung auf: plötzlich und ohne Vorwarnung wurde die Pedaleure von dichten Nebelschwaden verschluckt. Die Temperatur sank auf 6 Grad C und man konnte keine 50m weit sehen. Erst, als es nach wenigen Kilometern wieder ins Tal abwärts ging, verschwand auch der Nebel.

 

„Stopp“, rief Doris, „ich kann nicht mehr schalten, meine Kette...“. Eine Kleinigkeit für Schrauber Udo, das Rad wurde auf den Kopf gestellt, der Schaden behoben, dann konnte es weitergehen.

 

Nach dieser dritten Störung, 6 Kilometer vor dem Etappenziel, erreichte die kleine Gruppe, völlig durchnässt, den ersehnten Campingplatz.

Meisterkoch Hubert zauberte derweil zusammen mit Maren einen zünftigen Möhren-Eintopf,  der für zwei Tage reichen sollte - den die Mannschaft mit Genuss sofort restlos verputzte (nicht zuletzt, um die Wettersituation umzustimmen).

 

Elche, hier? gibt es nicht! Nur überall Elch-Warn-Staßenschilder aufstellen - schon sehen die Menschen überall Elche. Glaubt doch nicht an Märchen. WIR sind überall!
Elche, hier? gibt es nicht! Nur überall Elch-Warn-Staßenschilder aufstellen - schon sehen die Menschen überall Elche. Glaubt doch nicht an Märchen. WIR sind überall!

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Rad-Marathon für einen guten Zweck

 

Start: 10.06.2017

Wo: Stodieks Hof, Halle/Westf., Stodieks Hof 2a

Ziel: Nordkap am 02.07.2017

Wofür: Projekt "Tour für Teilhabe" vom wertkreis Gütersloh 

Spendenkonto:

wertkreis Gütersloh gGmbH

 "Tour für Teilhabe"

 IBAN:

DE21 4785 3520 0000 0566 63

 BIC: WELADED1WDB
 Kreissparkasse Wiedenbrück

(Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt)

Trainingsvorbereitungen
Der Countdown läuft.docx
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