21.  Etappe: von Alta bis durch den Nordkaptunnel

 

181 km, 1500 hm, sonnig, 90km Gegenwind

Diese Etappe sollte unsere Königsetappe werden.

Waren zunächst nur ca. 100 km geplant, haben wir unsere Pläne kurzfristig am Morgen umgeworfen, um die Schlussetappe zu verkürzen. So sind insgesamt über 180 Km zusammengekommen. Das Highlight war die Durchfahrt durch den 7 km langen Nordkaptunnel. Er verbindet die Insel Magerøya, auf der das Nordkap liegt, mit dem Festland der nordnorwegischen Provinz Finnmark.
Dabei führte uns Europas drittlängster Unterwassertunnel zunächst 3,5 km mit 9 % abwärts um uns danach über die gleiche Distanz eine Steigung von 10% anzubieten.

Wir starteten morgens bei besten Wetterbedingungen mit unseren Sommertrikots. Doris stieg erstmals nach ihrem Sturz trotz leichter Schulterschmerzen wieder aufs Rad. Sie sollte zunächst nur 50 km fahren, um dann zu beurteilen, ob die Verletzung sie nicht weiter belastete. Nach 50 km kam sie dann zu dem Schluss, dass ein Weiterfahren nicht sinnvoll wäre. Bernhard löste sie ab, und es ging in rascher Fahrt zu viert weiter in Richtung Nordkap. Erst bei Kilometer 90, als wir der Straße immer direkt an der Küste entlang folgten, schlug uns kalter Wind entgegen. Diszipliniert wechselten wir regelmäßig die Führungsarbeit, wodurch wir gut vorankamen. Bis uns ein Tunnel stoppte: „Verflixt, ist es hier kalt, wie in einer Kühltruhe“, rief Hubert, als wir schon einige Meter in den dunklen Schacht eingefahren waren. „Umdrehen und alles anziehen, was geht“, lautete Udos Antwort. Also streiften wir die Armlinge und Beinlinge über, zogen dazu noch die Regen- bzw. Windjacken an, und los ging’s durch die 2 km lange Höhle.
Doch der längste, von vielen Radfahrern verfluchte und gefürchtete Tunnel stand uns noch bevor.
  Zwei Radfahrer aus Schottland, die uns wenige Kilometer vor der Unterwasserdurchführung entgegenkamen, berichteten uns von der extremen Abfahrt, der nicht enden wollend 3,5 km langen 9%igen Steigung und vor allem von dem dröhnenden Lärm der dicht an einem vorbeirauschenden Fahrzeuge. Wir waren gewarnt.
Vor dem Tunnel trafen wir die Begleitfahrzeuge, stärkten uns noch einmal nach den strapaziösen 173 km, die wir zurückgelegt hatten und beschlossen die Tunneldurchfahrt auf jeden Fall noch mitzunehmen. Bis auf Hubert, seine
angeschlagene Felge vom Hinterrad hatte zwar bis jetzt gut durchgehalten, aber machte auf den letzten Kilometern durch Klingelgeräusche unangenehm auf sich aufmerksam.
Voll konzentriert ging es dann in den Tunnel, 3,5 km abwärts. Am Scheitelpunkt empfing uns ein ohrenbetäubender Lärm, der kein Erdbeben andeutete, sondern von den Frischluftventilatoren stammte.
Die Steigung war zwar mühselig, aber kein Problem mehr.

Wir stiegen auf die WoMo's um, da es schon ziemlich spät war und wir noch einen Standplatz auf dem stark nachgefragten Campingplatz in Kirkenporten ergattern mussten.
Es waren leider keine Hütten mehr frei, so dass Udo und ich zelten mussten (durften). Und das, auf Europas nördlichst gelegenem Campingplatz – mit einem tollen Ausblick.

Morgen erwartet uns noch die Schlussetappe mit lediglich 15 km, damit wir die Ankunft auch entsprechend genießen können.

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endlich gibt uns die eisige Unterwasserröhre wieder frei
endlich gibt uns die eisige Unterwasserröhre wieder frei
Zelte der Samen
Zelte der Samen
unsere Zelte am nördlichsten Campingplatz (15 km vom Nordkap)
unsere Zelte am nördlichsten Campingplatz (15 km vom Nordkap)

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Rad-Marathon für einen guten Zweck

 

Start: 10.06.2017

Wo: Stodieks Hof, Halle/Westf., Stodieks Hof 2a

Ziel: Nordkap am 02.07.2017

Wofür: Projekt "Tour für Teilhabe" vom wertkreis Gütersloh 

Spendenkonto:

wertkreis Gütersloh gGmbH

 "Tour für Teilhabe"

 IBAN:

DE21 4785 3520 0000 0566 63

 BIC: WELADED1WDB
 Kreissparkasse Wiedenbrück

(Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt)

Trainingsvorbereitungen
Der Countdown läuft.docx
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